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Aufbaukurs Funktionsanalyse und –therapie für die tägliche Praxis

Kursinhalt

Häufigstes therapeutisches Hilfsmittel des Zahnarztes bei craniomandibulären Funktionsstörungen ist die Okklusionsschiene. Diagnosebezogen kommen unterschiedliche Okklusionsschienen zur Anwendung.
Aus der Systematik der manuellen Strukturanalyse wird das Konzept einer befundbezogenen Okklusionsschienenbehandlung erarbeitet. Die Frage, ob weitere unterschiedliche Behandlungsmittel und eine interdisziplinäre Mitarbeit anderer Behandelnder notwendig sind, wird erörtert. Dazu gehören therapeutische Apparaturen jenseits der Okklusionsschiene, eine medikamentöse Begleittherapie und die interdisziplinäre Zusammenarbeit mit Physiotherapeuten, Osteopathen und Orthopäden.

Die technische Herstellung der Okklusionsschienen hat sich durch die Digitalisierung analoger Prozessvorgänge verändert. Wurden bisher hauptsächlich Okklusionsschienen auf der Basis tiefgezogener Schienen mit okklusaler Justierung mit Kaltpolymerisat erstellt oder individuelle Schienen, die mit Splitterpolymerisat additiv gestreut wurden, so werden heute Okklusionsschienen zunehmend per CAD/CAM Verfahren oder per Druck erstellt. In diesem Kurs wird die Herstellung einer Okklusionsschiene per CAD/CAM Verfahren auf der Basis analog montierter Modelle im Artikulator gezeigt.

Demonstration der Herstellung einer Okklusionsschiene (labortechnisch und klinisch):

  • Eingliederung der Okklusionsschiene
  • Nachsorge

Je nach Ausgangssituation endet die Okklusionsschienentherapie eines funktionsgestörten Patienten damit, dass eine neue Unterkieferposition nur über die Schiene stabilisiert wird. Nach Entfernung der Schiene ist die vorhandene Okklusion aufgehoben, es finden sich nur Kontakte einzelner Zähne oder aber sogar eine Öffnung der Okklusion im Molarenbereich. Die Schwierigkeit besteht darin, die auf der Okklusionsschiene stabilisierte Unterkieferposition vorhersagbar genau auf die Gebisssituation des Patienten zu übertragen. Je nach Ausgangssituation erfolgt die endgültige Stabilisierung durch Einschleifmaßnahmen, restaurative oder kieferorthopädische Behandlung. In diesem Kurs soll die Systematik einer Einschleiftherapie und das systematische Vorgehen einer restaurativen Therapie erarbeitet werden.

Themen des Kurses

  • Theoretische Grundlagen
  • Einteilung der therapeutischen Unterkieferpositionen: Zentrik – „Nicht“–Zentrik
  • Stabilisierung einer zentrischen Okklusionsposition:
    • über Einschleiftherapie:
      • Modellanalyse
      • Einschleifen am Modell
      • Einschleifen am Patienten
      • Aufbau einer Front/Eckzahnführung
    • über restaurative Therapie:
      • Modellanalyse
      • Artikulatorprogrammierung
      • Zentrikregistrat
      • Management des restaurativen Vorgehens
    • Stellenwert der provisorischen Behandlungs- Restaurationen
      • Stabilisierung einer nicht-zentrischen Okklusionsposition:
    • über restaurative Therapie:
      • Bedeutung der Okklusionsschiene für die endgültige Stabilisierung
      • Therapieweg: Registrierung mit der Okklusionsschiene
  • Therapeutische Provisorien als geklebte Kompositaufbauten
    • Registrierung mit der Okklusionsplatte (Memobite)
    • Restaurationen zementieren
    • Restaurationen adhäsiv befestigen
    • Patientenbeispiele

Demonstration der Registrierung einer therapeutischen Okklusionsposition mit der Okklusionsschiene

Methoden im Kurs

  • Vortrag
  • Praktische Übungen

Hinweis

Dieser Kurs entspricht dem Kurs „Funktionsanalyse und -therapie Kurs 3“.

Die Teilnehmer erhalten ein ausführliches Kursskript.


Dr. Uwe Harth

  • 1976 bis 1981 Studium der Zahnheilkunde an der Universität Marburg
  • 1981 bis 1983 Assistent Zahnklinik Gießen, Abt. Zahnerhaltung
  • 1983 bis 1984 Assistent in einer kieferchirurgischen Praxis in Darmstadt
  • 1984 bis 1985 Assistent in Privatpraxis von Dr. Schulz-Bongert in Düsseldorf
  • Spezialist für Funktionsdiagnostik und -therapie der DGFDT
  • Referententätigkeit bei den der Zahnärztekammern Westfalen-Lippe, Berlin, Nordrhein