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Augmentation Teil 1

Modul 7–8 des Curriculums Implantologie

Augmentation Teil 1

Zur Person der Kursleiter Professor Dr. Dr. Kübler

Studierte von 1979 bis 1986 Humanmedizin an der Johannes-Gutenberg-Universität in Mainz. Parallel dazu absolvierte er dort von 1982 bis 1988 das Studium der Zahnmedizin. 1986 erhielt er die Approbation und Promotion zum Doktor der Medizin, 1988 die Approbation und Promotion zum Doktor der Zahnmedizin. Von 1988 bis 1989 erfolgte ein Forschungsaufenthalt am Bone Research Laboratory der University of California at Los Angeles. Von 1989 bis 2002 arbeitete er als wissenschaftlicher Mitarbeiter und später als Oberarzt bzw. leitender Oberarzt an der Klinik und Poliklinik für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie der Bayerischen Julius-Maximilians-Universität in Würzburg. Dort habilitierte er auch 1995 über das Thema Knocheninduktion. Im Jahre 1997 wurde er mit dem Ferdinand-Sauerbruch-Forschungspreis ausgezeichnet. Seit 2002 ist er Direktor der Klinik für Mund-, Kiefer- und Plastische Gesichtschirurgie an der Heinrich-Heine-Universität in Düsseldorf.

Privatdozentin Dr. Dr. Depprich

Studierte an der Bayerischen Julius-Maximilians-Universität in Würzburg von 1990 bis 1996 Humanmedizin und von 1996 bis 2000 Zahnmedizin. Im Jahre 1999 promovierte sie in Medizin und 2003 in Zahnmedizin. Von 2000 bis 2001 war sie wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Klinik und Poliklinik für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie der Bayerischen Julius-Maximilians-Universität Würzburg und seit 2001 wissenschaftliche Mitarbeiterin und danach Oberärztin an der Klinik für Mund-, Kiefer- und Plastische Gesichtschirurgie der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf. Im Jahre 2009 erfolgte dort die Habilitation über das Thema Zirkonoxid-Implantate und die Verleihung der Venia Legendi. Neben ihrer Tätigkeit an der Düsseldorfer Klinik ist sie seit 2012 auch in eigener Praxis in Neuss niedergelassen.

Zur Themenstellung

Entzündungen an Zähnen und Zahnfleisch sowie die fehlende Belastung des Knochens aufgrund von Zahnverlust als auch die zunehmende Pneumatisation der Kieferhöhle mit fortschreitendem Alter führen zur Knochenresorption oder Knochenatrophie des Kieferkamms. Sollen in diesen Kieferabschnitten später Implantate inseriert werden, muss häufig eine Knochenaugmentation vorgenommen werden.
Prinzipiell existieren 3 voneinander unabhängige Mechanismen, durch die neues Knochengewebe gebildet werden kann:
1. Die Verpflanzung vitaler Knochen bildender Zellen, den Osteoblasten, im Rahmen von körpereigenen (autogenen) Knochentransplantationen.
2. Die Implantation einer porösen Leitstruktur in Form von Knochenersatzmaterialien, in welche das Defektrand bildende Knochengewebe im Sinne der Osteokonduktion einzuwachsen vermag und damit den Knochendefekt ausfüllt.
3. Die Differenzierung pluripotenter, perivaskulärer Stammzellen in Knochen bildende Vorläuferzellen durch osteoinduktive Proteine, den sogenannten bone morphogenetic proteins (BMPs).

Weitere in der zahnärztlichen Implantologie angewandte Mechanismen zur Knochenneubildung sind die guided bone regeneration (GBR) mittels Membranen, die Distraktionsosteogenese und das bone spreading bzw.
splitting.
Ziel des Moduls ist es, die grundlegenden biologischen Mechanismen, welche einer erfolgreichen Knochenaugmentation zugrunde liegen, aufzuzeigen, die damit verbundenen Operationstechniken zu erklären und die
Vorgehensweise anhand von durchdokumentierten Fallbeispielen zu erläutern.
Im praktischen Teil soll das theoretisch vermittelte Wissen durch Übungen am Modell, am Hühnerei und an Tierknochen so vertieft werden, dass es in der täglichen Praxis im Rahmen der implantologischen Patientenbehandlung angewandt werden kann.

Programm

– Grundlagen und Spektrum der augmentativen Techniken
– Entnahmeareale autologen Knochens
– Gewinnung von Knochenspänen, J-Graft, Safescraper
– Einsatz von Knochenersatzmaterialien
– Einsatz von BMPs und osteoinduktiven Substanzen
– Augmentationstechniken
– Vorgehen beim internen und externen Sinuslift
– Bone Spreading/Bone Splitting-Techniken
– Bone Condensing-Technik
– Piezo Surgery
– Distraktionsosteogenese
– GBR-Techniken
– Techniken der Fixierung von Augmentaten und Membranen

Praktische Übungen (Implantation, Augmentation, GBR, Nahttechnik, Plastische Deckung, Bone Splitting, J-Graft, Sinuslift) am Modell/Hühnerei/Tierknochen

Besondere Hinweise: Dieses Seminar ist Bestandteil des Curriculums „Zahnärztliche Implantologie“.

Verantwortlich für Planung und Ablauf
Dr. med. habil. Dr. Georg Arentowicz