Zur Themenerstellung
Unter einem „Abutment (engl. Abutment, Stützpfeiler) verstehen wir einen über die Schleimhaut ragenden Aufbau auf einem im Knochen integrierten dentalen Implantat zur Befestigung von Suprastrukturen (z.B. Krone) durch Schrauben oder Zementieren.“ So definiert das Wörterbuch „Pschyrembel“ (Aufl. 2017) das Verbindungselement zwischen einem im Knochen verankerten Implantat und der Suprakonstruktion. Das Seminar behandelt die Entwicklung der Abutments, angefangen bei den einteiligen Implantaten, bis hin zu den komplexen geschraubten Verbindungen zweiteiliger Implantate. Es werden die verschiedenen Verbindungsprinzipien – Plattform- oder Konustyp – sowie die Vor- und Nachteile von Konstruktionsprinzipien wie „Platform switching“ im klinischen Kontext erläutert und bewertet. Einen breiten Raum wird die Besprechung individueller Abutments einnehmen. Im Verlaufe der letzten Jahre haben sich hier viele neue Konzepte und Materialien etabliert. CAD-CAM-Verfahren nutzen vorgefertigte Kronenbasen zur Herstellung individueller Abutments. Hierbei gibt es einige Fallstricke, welche auch juristischer Art sein können, zu beachten. Im letzten Teil beschäftigt sich das Seminar mit Fragen der Reinigung und Sterilisation von Abutments sowie mit Problemen einer möglichen Peri-Implantitis durch verbliebene und Reste von Befestigungsmaterialien. Verschiedene Strategien werden vorgestellt und bewertet, welche bei der Versäuberung nach dem Zementieren helfen können.
Verantwortlich für Planung und Ablauf
Dr. med. habil. Dr. Georg Arentowicz
Kursnummer: 20030