Kursinhalt
In diesem praktischen Arbeitskurs steht die CMD-Diagnostik im Mittelpunkt. Mit dem Wissen des ersten Kurses werden die Untersuchungs-Techniken der klinischen Funktionsanalyse und manuellen Strukturanalyse und die zen tri sche Kieferrelationsbestimmung mit dem Dawson Griff demonstriert und geübt.
Wie ist der Einfl ussfaktor Okklusion für das CMD- Geschehen zu bewerten, welchen Stellenwert hat er in der Kausalität einer interdisziplinären CMDDiagnostik? Wo liegen die Schnittstellen zwischen Okklusion und Ergebnis der manuellen Strukturanalyse?
Die manuelle Strukturanalyse geht im Detail weiter als die klinische Funktionsanalyse und weist dem Behandler, der Behandlerin einen Weg in den therapeutischen Ansatz. Sie gibt dem Zahnarzt, der Zahnärztin die Möglichkeit, einzelne anatomische Strukturen des Kausystems unter Belastung zu untersuchen und zu befunden und einem Belastungsvektor zuzuordnen. Dieses ist für den therapeutischen Ansatz entscheidend. Die therapeutische Richtung ist entgegengesetzt zur Belastungsrichtung, die eine Gewebe struktur geschädigt hat.
Die nach zentrischer Kieferrelationsbestimmung in den Artikulator montierten Modelle ermöglichen es dem Zahnarzt, der Zahnärztin eine Aussage darüber zu treffen, wie die Okklusion die Lage des Unterkiefers verändert. Wenn die Lage des Unterkiefers von der zentrierten Kondylenposition in die habituelle Kondylenposition genau in den Belastungsvektor der überlasteten Gewebestruktur führt, darf der Zahnarzt, die Zahnärztin den okklusalen Einfl ussfaktor nicht außer Acht lassen.
Programm
Praktische Übungen:
• Kieferrelationsbestimmung: Zentrik-Registrat mit dem Dawson Griff
• Arbiträre Gesichtsbogenübertragung
• Modellmontage, Splitcastkontrolle
• Diagnose am Modell (incl. Kondylen-Positions-Analyse, MPI)
Theoretische Grundlagen:
• Anatomie des Kiefergelenkes
• Pathologie des Kiefergelenkes
• Untersuchungsmethoden und Diagnosestellung (Manuelle Strukturanalyse nach Bumann) Praktische Übungen der Manuellen Strukturanalyse
• Therapeutische Konsequenzen aus der Modellanalyse und der manuellen Strukturanalyse
• Abschlussdiskussion
Besondere Hinweise
Das Kursskript des 1. Kurses ist die theoretische Grundlage für diesen Kurs. Artikulatoren (SAM 2PX) und Gesichtsbögen werden vom Kursleiter gestellt. Es können aber auch eigene Geräte mitgebracht werden. Eine Materialliste wird den Kursteilnehmern rechtzeitig vor Kursbeginn zugeschickt.
Verantwortlich für Planung und Ablauf:
Dr. med. habil. Dr. Georg Arentowicz
Dr. Uwe Harth
• 1976 bis 1981 Studium der Zahnheilkunde an der Universität Marburg mit anschließender Promotion
• 1981 bis 1985 Assistent in verschiedenen Anstellungen
• seit 1986 niedergelassen in eigener Praxis in Bad Salzufl en
• Spezialist für Funktionsdiagnostik und -therapie der DGFDT
• Mitglied in der DGFDT, DGP, im BDIZ
• Mitglied in der Studiengruppe für restaurative Zahnheilkunde
• Mentor des Arbeitskreises Funktionstherapie der Akademie für Fortbildung der Zahnärztekammer Westfalen-Lippe
• Referententätigkeit in der zahnärztlichen Funktionslehre in den Zahnärztekammern Westfalen-Lippe, Berlin, Nordrhein, Sachsen-Anhalt und Niedersachsen
Kursnummer: 21025