Craniomandibuläre Dysfunktionen umfassen Schmerzen und Fehlfunktionen der Kaumuskulatur, an den Kiefergelenken und an den Zähnen. Die Ätiologie ist multifaktoriell bedingt und bezieht die Psyche, Traumata, Konstitution, systemische Erkrankungen, chronische Schmerzen, Bruxismus und die Okklusion ein.
Im Rahmen prothetischer Rehabilitationen, kieferorthopädischer Behandlungen sowie kieferorthopädisch-kieferchirurgischer Interventionen ist die vorherige Untersuchung der funktionellen Strukturen unumgänglich. Basisuntersuchung ist ein CMD Screening, das erkennen lässt, ob der Patient funktionell gesund oder kranker ist, oder aber Risiken aufweist. Die klinische Funktionsdiagnostik (GOZ 8000) gehört zur Primärdiagnostik und beurteilt u.a. Kiefergelenkgeräusche, die Mobilität des Unterkiefers, die Druckdolenz der Muskulatur sowie die statische und dynamische Okklusion. Ergänzt werden sollte sie durch die manuelle Strukturanalyse.
Die erweiterte Diagnostik umfasst instrumentelle funktionelle Maßnahmen, konsiliarische Befunde oder bildgebende Verfahren.
Die Auswertung dieser Daten ermöglicht eine spezifische Diagnosestellung, welche Grundlage für eine erfolgreiche Therapie ist.
Ablauf:
Kursnummer: 20025