Neuer Name für Fortbildungsinstitut:

KHI ist jetzt KFI

seit 1. Januar 2026

Neue URL: www.kfi-direkt.de

Kariesexkavation – alles anders oder alter Wein in neuen Schläuchen?

Zur Person der Kursleiter Priv.-Doz. Dr. Falk Schwendicke

  • Studium der Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde, Charité – Universitätsmedizin Berlin
  • 2009 Promotion, Institut für Biochemie, Charité – Universitätsmedizin Berlin
  • 2009-2012 Zahnarzt, Oxfordshire, Vereinigtes Königreich
  • 2012-2013 Wissenschaftlicher Mitarbeiter, Klinik für Zahnerhaltungskunde und Parodontologie der Universitätsklinik für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde, Universitätsklinikum Schleswig-Holstein, Christian-Albrechts-Universität zu Kiel
  • 2013 Oberarzt, Charité – Universitätsmedizin Berlin
  • 2015 Habilitation und Verleihung des Masters for Dental Public Health
  • 2015 Stellvertretender Abteilungsleiter
  • 2018 Vizepräsident der Deutschen Gesellschaft für orale Epidemiologie
  • 2019 Associate Editor Journal of Dental Research

Traditionell wurde vor einer Restauration jegliches kariöse Gewebe aus der Kavität entfernt. Basierend auf einem veränderten Verständnis von Karies ist dieses Vorgehen nicht mehr zwingend erforderlich und gerade bei Zähnen mit tiefen Läsionen, aber vitalen Pulpen, möglicherweise eher schädlich. Teilweise werden Läsionen sogar gar nicht mehr exkaviert, sondern nur versiegelt. Das Zurücklassen kariösen Dentins bringt jedoch auch Herausforderungen, vor allem für den anschließenden restaurativen Prozess und die eingesetzten Materialien, mit sich.

Der Vortrag wird darlegen, warum Karies heute anders behandelt wird als in der Vergangenheit. Er wird Beispiele und Indikationsgebiete für Kariesversiegelung diskutieren und darlegen, wann welche Exkavationsstrategie gewählt werden sollte. Auf die alternativen, endodontischen Verfahren (direkte Überkappung, Pulpotomie) und neue Materialien in diesem Bereich (z.B. Kalziumsilikatzemente) wird ebenso wie auf innovative restaurative Ansätze und Technologien (Bulkfills, Zemente/Hybride) eingegangen.