Zahnersatz für alle Lebensphasen

Alfred Kantorowicz Kongress Online

Sa, 21.11.2026 | 9:00 bis 16:00 Uhr

Kurs 26032

Karl-Häupl-Kongress 2018

Patientenorientiertes Networking in der Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde

Fortbildungstage für Zahnärzte/-innen und Praxismitarbeiter/-innen mit begleitender Dentalausstellung

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

auch wenn die Behandlungsergebnisse, die die moderne Zahnheilkunde ermöglicht, primär in Form ästhetischer Restaurationen, entzündungsfreien Parodontalgewebes und eugnather Bisslagen sichtbar sind, so war die Zahnmedizin von Anfang an vor allem ein unverzichtbares Bindeglied zu vielen Nachbarfächern der Medizin. Die Interdisziplinarität bezieht sich nicht nur auf die Interaktion mit der Medizin, sondern genauso auf alle Teilbereiche der modernen Zahnheilkunde. Die trendige Bezeichnung einer fachübergreifenden Therapie lautet Networking. Das Ziel des Networkings ist, dass der Behandler nach erfolgter Diagnostik und Behandlungsplanung seitens unterschiedlicher Fachdisziplinen nach Abwägung sämtlicher Behandlungsvoraussetzungen die Entscheidung für eine disziplinübergreifende Therapie und Chronologie des Behandlungsablaufs treffen kann. Beim kommenden Karl-Häupl-Kongress steht dieses interessante patientenzentrierte Behandlungskonzept im Mittelpunkt.

Ein Thema des Kongresses werden praxisbasierte Forschungsnetzwerke in der Zahnmedizin sein, die neben der evidenzbasierten Zahnmedizin ebenfalls eine interne Evidenz beinhalten, die auf den praktischen Erfahrungen der Zahnärzte basiert. Die Kenntnis einer im klinischen Praxisalltag selten vorkommenden Multimorbidität ist für unsere praktische Tätigkeit vor allem bei zahnärztlich-chirurgischen Behandlungsmaßnahmen von höchster Relevanz. Daher wird ein Referent des Kongresses sich dieses Themas annehmen. Zweifelsohne wird ein langfristiger Behandlungserfolg bei der Therapierung parodontaler Erkrankungen von einer erfolgreichen Behandlung durch das gesamte Team, den zahnärztlichen Behandler und die Praxismitarbeiter, getragen. Vor diesem Hintergrund wird die erfolgreiche Teamarbeit im Sinne des praxisinternen Networkings in einem Vortrag vorgestellt. Die Behandlung bereits kavitierter kariöser Läsionen, die ihre Reinigungsfähigkeit eingebüßt haben, stellt das letzte Glied in der therapeutischen
Behandlungskette dar, bei dem der zahnärztliche Behandler der Hauptakteur ist. Von übergeordneter Bedeutung ist es jedoch, den Fokus auf einen lebenslangen Zahnerhalt zu legen im Sinne der Prävention kariöser
Läsionen, die sich nicht nur auf die Reduzierung kariesverursachender Faktoren bezieht. Kariesprävention bedeutet eine weit umspannende interdisziplinäre Herausforderung. Auch zu diesem wichtigen Thema wird ein
Referent vortragen.

Nicht zuletzt wird eine Referentin auf den Stellenwert der Okklusion in der Ätiologie craniomandibulärer Dysfunktionen und deren Therapie eingehen. Neben reversiblen okklusalen Therapiemaßnahmen umfasst diese
Fragestellung die physiologische Konditionierung der Kaumuskulatur bis hin zu einer in Einzelfällen nicht vermeidbaren prothetischen Rehabilitation. Bei der Diagnostik und Therapie craniomandibulärer Dysfunktionen ist die bildgebende Diagnostik, insbesondere mithilfe der dentalen digitalen Volumentomographie, von zentraler Bedeutung. Diese apparative Diagnosemöglichkeit wird bei dem traditionellen Kongress der Zahnärztekammer Nordrhein ausführlich behandelt.

Am Freitagabend steht der gemeinsame Besuch einer traditionellen Brauerei im Herzen der Kölner Altstadt auf dem Programm. Anschließend werden wir uns, wie dies seit vielen Jahren Brauch ist, bei einem ausgewählten Menü erholen und den ersten Kongresstag mit kollegialen Gesprächen ausklingen lassen.

Dr. med. habil. Dr. Georg Arentowicz
Fortbildungsreferent