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Keramikveneers und ästhetische Behandlungsplanung – Praktischer Arbeit

Kursinhalt

Keramikveneers erlauben in Verbindung mit der Adhäsivtechnik eine zuverlässige medizinische und ästhetische Therapie im Frontzahnbereich. Sie bieten in vielen Fällen eine substanzschonende Alternative zur kompletten Überkronung. Die herausragende Ästhetik wird zusätzlich durch exzellente Überlebensdaten aus klinischen Langzeituntersuchungen von funktioneller Seite unterstützt.

Der Kurs vermittelt praxisorientiert die Möglichkeiten und Limitationen aller Arten von Veneers. Zahlreiche Step-by-Step-Falldokumentationen und Live-Demonstrationen stellen die Behandlungssystematik der verschiedenen Veneertypen und die genaue Abfolge einer jahrelang erprobten, erfolgreichen Teamarbeit mit dem Zahntechniker/der Zahntechnikerin im Detail dar.

Ziel des Kurses

Den Kursteilnehmern/-innen wird der vollständige Workflow einer Patientenbehandlung mit Keramikveneers vermittelt.

Themen des Kurses

Grundlagen, Planung und Vorbehandlung

  • Behandlungsplanung und Patientenberatung
  • Dentale Ästhetik: Analyse und Grundregeln („Smile Design“)
  • „Backward Planning“ (analytisches Wax-up, intraorales Mock-up, diagnostische Schablone)
  • Visualisierung des Behandlungsziels
  • Effektive Zusammenarbeit mit dem Zahntechniker
  • Übersicht geeigneter Keramiksysteme für Veneers
  • Nötige und sinnvolle Vorbehandlungen

Keramikveneers

  • Indikationen und Kontraindikationen
  • Präparationsrichtlinien und -formen: von minimal-invasiv bis zur Frontzahnteilkrone
  • Was sind 360 Grad-Veneers bzw. Veneerkronen?
  • Diagnostische Schablone und Präp-Schlüssel: Hilfsmittel bei Planung und Präparation
  • Tricks bei der Abformung und verschiedene Möglichkeiten der Provisorienherstellung
  • Ästhetische Einprobe (Einfluss von Keramik, Befestigungskomposit und Zahnstumpf auf die Farbe)
  • Adhäsive Befestigung: Schritt für Schritt
  • Vom Einzelzahnveneer zum kompletten „Smile Make-over“
  • Veneers im Seitenzahnbereich
  • Additional Veneers, Sectional Veneers oder Teilveneers
  • „Non-Prep“-Veneers und von der Industrie vermarktete Veneersysteme: Was kann ich der Werbung glauben?
  • Veneers in Zusammenhang mit einer Bisshebung und komplexen prothetischen Versorgungen
  • Veneers bei ungünstiger Ausgangssituation (große Füllungen, Rezessionen, Endo-Zähne, verschachtelte UK-Front)
  • Viele dokumentierte Patientenfälle in detaillierter Step-by-Step-Präsentation

Probleme, klinische Lebensdauer, Nachsorge

  • Fehlerquellen: Präparation, Herstellung, Befestigung
  • Nachsorge, Misserfolge und Reparaturmöglichkeiten
  • Klinische Langzeitresultate

Zielgruppe

Zahnärzte/-innen und interessierte Zahntechniker/-innen

Methoden im Kurs

  • Ausführliche Live-Demonstrationen des Referenten vermitteln wichtige Tipps und Tricks.
  • Praktischer Teil: Die Teilnehmer führen am 2. Kurstag ausführliche Präparationsübungen zu verschiedenen Veneerformen am Phantomkopf durch. Verschiedene Möglichkeiten der Herstellung von Veneerprovisorien und die adhäsive Befestigung eines Veneers werden demonstriert.

Prof. Dr. Jürgen Manhart

  • 1994 Approbation nach Studium der Zahnmedizin an der Ludwig-Maximilians-Universität München
  • 1997 Promotion an der Ludwig-Maximilians-Universität München
  • 1997/1998 Forschungsaufenthalt in den USA an der University of Texas, Houston für den Bereich zahnärztliche Werkstoffkunde, interdisziplinäre Therapieplanung und ästhetische Behandlungskonzepte
  • 2003 Habilitation und 2010 Ernennung zum Professor
  • Lehre und Forschung: adhäsive und ästhetische Zahnheilkunde (Komposite, Vollkeramik, adhäsive Wurzelstifte und postendodontische Versorgungen)
  • Klinische Schwerpunkte: ästhetische Zahnheilkunde und Durchführung von umfangreichen, komplexen prothetischen Gesamtrehabilitationen
  • Veröffentlichung von mehr als 400 Artikeln zu wissenschaftlichen und klinischen Fragestellungen in renommierten nationalen und internationalen Zeitschriften