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Risiko Periimplantitis

Kursinhalt

Durchschnittlich jeder fünfte Patient zeigt Zeichen einer Periimplantitis – etwa jedes zehnte Implantat ist betroffen. Die Fälle sind allerdings ungleichmässig verteilt und selbst bei ein- und derselben Person sind nicht immer alle Implantate betroffen. In diesem Kurs wird die Bedeutung verschiedener allgemeiner und lokaler Faktoren bewertet und anhand klinischer Beispiele illustriert.

Zu den etablierten Periimplantitis-Risikofaktoren gehören Parodontitis, mangelnde Pflege, Zigaretten- und rauchloser Tabakkonsum, Hyperglykämie und Fettleibigkeit. Zu den lokalen Risikofaktoren zählen eine unzureichende Plaquekontrolle, Mukositis, eine Fehlposition des Implantats und die inadäquate prothetische Versorgung oder das Vorhandensein von überschüssigem Zement. Potenzielle Risikofaktoren, die zusätzliche Forschung erfordern, umfassen genetische Prädisposition und systemische Erkrankungen. Mangel an keratinisiertem Gewebe und lokale Anwesenheit von Titanpartikeln scheinen periimplantäre Erkrankungen zu verschlimmern, aber Studien sind noch erforderlich, bevor endgültige Schlussfolgerungen gezogen werden können.

Um das Risiko zu reduzieren, müssen begünstigende Faktoren erkannt und nach Möglichkeit vermieden oder beseitigt werden. Unveränderbare Risikofaktoren sollten in der Behandlungsplanung angemessen berücksichtigt werden. Die Patienten/-innen sollten über diese Risiken informiert werden.

Ziel des Kurses

In diesem Kurs wird die Bedeutung verschiedener allgemeiner und lokaler Risikofaktoren für Periimplantitis bewertet und mit klinischen Beispielen illustriert. Anhand des derzeitigen Wissenstands lernen die Teilnehmer/-innen, die Faktoren zu erkennen und die von ihnen ausgehende Gefahr für die Gesunderhaltung der periimplantären Gewebe zu beurteilen. Dies ist die Basis für eine zweckmäßige risikoorientierte Behandlung und Betreuung sowie den Erfolg auf lange Sicht.

Themen des Kurses

  • Häufigkeit von Periimplantitis in der Bevölkerung
  • Verteilung der Fälle und patientenbezogene Risikofaktoren
  • Implantatbezogene Risikofaktoren
  • Maßnahmen bei veränderbaren und nicht veränderbaren Risiken
  • Diskussion kontroverser Themen, insbesondere betreffend Biokorrosion und die Rolle von Titanpartikeln

Zielgruppe

Zahnärzte/-innen und Dentalhygieniker/-innen

Methoden im Kurs

Vortrag mit Fallbeispielen


Dr. Andrea Mombelli, Professor Emeritus für Parodontologie der Universität Genf, Schweiz

  • 1974-1979 Studium der Zahnmedizin an der Universität Bern, Schweiz
  • 1980 Promotion an der Universität Bern, Schweiz
  • 1988 Fachzahnarzt für Parodontologie
  • 1992 Habilitation an der Universität Bern, Schweiz
  • 1992-1999 Leiter des Labors für Orale Mikrobiologie an der Universität Bern, Schweiz
  • 1999-2019 Ordinarius für Parodontologie und Orale Pathophysiologie und Leiter der Abteilung für Parodontologie der Zahnmedizinischen Klinik der Universität Genf, Schweiz
  • Über 200 Publikationen zu klinischen, mikrobiologischen und immunologischen Aspekten von parodontalen und periimplantären Erkrankungen
  • 2019 Auszeichnung mit dem renommierten «IADR Distinguished Scientist Award for Research in Periodontal Disease» und 2020 mit dem «Distinguished Scientist Award» der European Federation of Periodontology