Seit 1973 in eigener Praxis in Düsseldorf, ist u.a. Mitglied der „Neuen Gruppe“, der DGFDT sowie Fellow des International College of Dentists und der Pierre Fauchard Academy. Spezialist für Funktionsdiagnostik und Therapie sowie Ehrenmitglied der DGFDT. Autor der Bücher „Totalprothetik“ mit ZTM E. Oidtmann Quintessenz Verlag Berlin 2001, Russische Ausgabe 2007, „Funktionstherapie in der zahnärztlichen Praxis“ Quintessenz Verlag Berlin 2004 und „Interdisziplinäre Funktionstherapie, Kiefergelenk und Wirbelsäule“ Deutscher Ärzteverlag Köln 2016. 2. überarbeitete Auflage 2018.
21 Veröffentlichungen in Fachzeitschriften und über 100 Kurse und Vorträge im In- und Ausland. Seit 2005 limitiert auf Funktionsdiagnostik und Therapie im CMD-Centrum-Düsseldorf.
Seit 1979/80 in eigener Praxis tätig, nach Weiterbildung in der Prothetik bei Prof. Dr. Hupfauf und Prof. Dr. Koeck Bonn mit Schwerpunkt der Gnathologie; danach Wechsel in die kieferorthopädische Weiterbildung bei Prof. Dr. Schmuth, Bonn und Prof. Dr. Hotz / Prof. Dr. Stöckli, Zürich und jeweiligem Fachabschluss, Mitentwickler des „Teuscheraktivators“.
Mitbegründer der heutigen KFO-IG mit Zuständigkeitsgebiet „Fortbildung“. Seit 1989 internationale Lehrtätigkeit mit interdisziplinären Aspekten der funktionellen Okklusionsgestaltung in Deutschland, den USA, Österreich, Italien (XIX International Congress of AIG, Associazione Italiana Gnatologia), Indonesien, Indien und 7th. Asian International Scientific Forum 2002, in Form von „Main Lectures“ und „Hands On Courses“. Begründer der Wissenschaft „Biofunktionalität“ mit Ersteintrag bei Wikipedia (11.07.2007) – als Basis der „Funktionellen Festen Klammer“, „FFO-Fixed Functional Orthodontics“, G. Risse mit Veröffentlichung: 2000, DGKFO, Düsseldorf.
Vortragsplan Samstag, den 07.11. 2020
09:00 – 10:30 Vortrag Dapprich
10:30 – 10:45 Kaffeepause
10:45 – 12:15 Vortrag Risse
12:15 – 13:15 Mittagspause
13:15 – 14:45 Praktischer Kurs, Dapprich
14:45 – 15:00 Kaffeepause
15:00 – 16:30 Vortrag Risse
16:30 Fragen Diskussion
Kursbeschreibung:
Aus zahnärztlicher Sicht: Dr. Dapprich
In den letzten 15 Jahren hat es bei der Diagnostik und Therapie der CMD einen Paradigmenwechsel gegeben. Die lokale Betrachtung des craniomandibulären Systems hat sich zur interdisziplinären Diagnostik und Therapie mit Einbeziehung des gesamten Körpers erweitert. Der Bewegungsapparat ist durch eine CMD immer mitbeteiligt, deshalb ändert sich ständig die Kondylenposition und damit die Okklusion. Erst durch die interdisziplinäre Therapie bleibt die Okklusion und damit die zentrische Kondylenposition stabil.
Das Thema interdisziplinäre CMD ist für uns ein alltägliches Thema, denn die überwiegende Zahl der Mediziner, besonders der Neurologen bei Kopf- oder Orthopäden bei Rückenschmerzen, kennen die Auswirkungen einer CMD auf ihre Patienten nicht. Etwa 80% aller Kopf- , Nacken- und Rückenschmerzen werden durch eine CMD ausgelöst. Beispiel Rückenschmerzen: 39% aller Menschen in Deutschland klagen oft oder ständig über Rückenschmerzen, 29% empfinden sie ab und zu, nur 20% hatten noch nie Rückenschmerzen. Orthopäden können aber nur bei 15% aller Patienten mit MRT und CT feststellen woher die Schmerzen kommen. Nach Schätzungen der Krankenkassen sind 10 bis 17 % aller Menschen in Deutschland Schmerzpatienten und trotz steigender Ärztezahlen, besonders der Schmerztherapeuten, wird die Zahl der Schmerzpatienten immer größer, weil häufig eine CMD nicht erkannt wird. Die aktuellen Leitlinien der DGFDT sagen, dass die interdisziplinäre CMD-Therapie und die Bedeutung der Okklusion unumstritten ist, gehen aber davon aus, dass die zahnärztliche Primärtherapie bei einer CMD erst einmal Schienen sind, da nur wenige Patienten ganzheitlich betroffen seien. Das ist so aber nicht richtig, denn alle CMD-Patienten haben durch Okklusionsstörungen einen Beckenschiefstand mit Skoliose der Wirbelsäule und dadurch eine Mitbeteiligung des ganzen Körpers. Deshalb muss die Therapie von Anfang an ganzheitlich und interdisziplinär erfolgen und immer eine ganzheitliche Diagnostik und Therapie durchgeführt werden.
Nach einer theoretischen Einführung lernen Sie, wie die ganzheitliche Diagnose und Therapie am Patienten erfolgt sowie die Überweisungen an Osteopathen, Atlastherapeuten und Physiotherapeuten abläuft.
Aus kieferorthopädischer Sicht: Dr. Risse
Auf der Grundlage der Funktionellen Anatomie beinhaltet die CMD-KFO die Entwicklung des Kauorgans in Verbindung mit seinem interdisziplinären Wirkungsbereich von Kopf und Hals. In diesem Rahmen wird die Bedeutung der regulären bzw. „dysfunktionellen“ Entwicklung der Muskulatur, der Okklusion und der Kiefergelenke des Kauorgans zueinander und zu ihrem funktionellen Antagonisten, der Wirbelsäule, dargestellt.
Eine diesbezügliche Therapie erfolgt u.a. auf der Basis der „Fixed Functional Orthodontics, FFO“ mit Grundkonzepten der Funktionellen Kieferorthopädie.
Auf diesen Grundlagen aufbauend, gehören viele interdisziplinäre Erkrankungen zum ursächlichen Behandlungsspektrum der CMD-KFO. Hierdurch ergibt sich vielfach eine Umkehr der konsiliarischen Überweisung in die CMD-KFO-Praxis, sowie eine Entlastung der Krankenkassen.
Veröffentlichung der „FFO“: Jahrestagung der DGKFO 2000, Düsseldorf.
Kursnummer: 20128